Erfahrung ist nicht das schlechteste Geschenk bitterer Stunden
Guy de Maupassant


Immer beliebter: Mit dem Hund an den Arbeitsplatz

Für viele Hundehalter ist es eine Herausforderung, Beruf und Tierhaltung miteinander zu vereinbaren. Da ist es schön, wenn der treue Freund dann und wann mit zur Arbeit kommen darf. Und zudem praktisch - wenn es zum Beispiel zuhause unerwartet keine Betreuungsmöglichkeit für den Hund gibt. „Viele Mitarbeiter scheuen allerdings davor zurück, ihren Vorgesetzten auf diesen Wunsch anzusprechen“, weiß Steffen Beuys vom Deutschen Tierschutzbund.

Derartige Hemmungen will die Aktion „Kollege Hund. Ein tierischer Schnuppertag“ des Deutschen Tierschutzbundes abbauen. Dem Aufruf folgten in diesem Jahr bundesweit über 1.000 Unternehmen, auch zum Vorteil der Nicht-Hundebesitzer. Denn: Hunde verbessern nachweislich das Betriebsklima und haben einen guten Einfluss auf Motivation und Produktivität.

Einige Voraussetzungen sollten jedoch erfüllt sein, damit Bello mit zur Arbeit darf:

In jedem Fall sollte dem Vierbeiner ein ruhiges Plätzchen angeboten werden, an das er sich zurückziehen kann. „Mit der gewohnten Liegedecke und dem Lieblingsspielzeug kann dem Hund schnell ein eigener Stammplatz hergerichtet werden“, rät Katharina Queißer, Hundetrainerin aus Niederneisen.

Wichtig ist auch, dass der Hund stets freien Zugang zu frischem Wasser hat und zu seinen gewohnten Zeiten gefüttert wird.

Nicht zu vergessen: Der Hund braucht unbedingt Bewegung, weshalb das Gassi-Gehen eingeplant und geregelt sein sollte. Queißers Tipp: „Nachfragen bei den Kollegen lohnt sich. So mancher freut sich über eine Runde mit dem Hund im Freien und geht hinterher motivierter ins nächste Meeting.“

Der Kollege auf vier Pfoten sollte es außerdem gewohnt sein, sich ruhig zu verhalten und nicht permanent beachtet zu werden. Lautes Bellen oder das freudige Anspringen anderer Menschen sind unerwünscht. Kurz: Der Hund muss gut erzogen und sozialisiert sein.

Insgesamt hat die Anwesenheit des Hundes eine beruhigende Wirkung. Und gerne dürfen die Kollegen das Tier streicheln - das steigert auch das Wohlbefinden gestresster Workaholics. Aber bitte nicht zu viel: „Der Halter sollte mit seinen Kollegen darüber sprechen, wann der Hund gestreichelt und auch ob er mit Leckerli gefüttert werden darf“, so Queißer.

Ein rechtlicher Anspruch auf Hundehaltung am Arbeitsplatz besteht übrigens nicht. Ob der Hund mitgebracht werden darf, obliegt der Einwilligung des Arbeitgebers und sollte vorher auch mit den Kollegen im selben Büro abgeklärt werden.

Quelle: IVH


Bei gleicher Umgebung
lebet doch jeder in einer anderen Welt.

Arthur Schopenhauer


Des Menschen bester Freund

Hunde sind Weltmeister im Zuhören. Sie unterbrechen den Sprechenden nie, sie machen keine dummen Zwischenbemerkungen, keine kritischen Einwürfe. Sie geben keine „vernünftigen“ Ratschläge. Sie nörgeln (fast) nie. Und sie haben immer Zeit. Sie freuen sich über jedes an sie gerichtete Wort und vertrösten den, der was sagen will, nie auf später. Sie hören genau zu, je länger desto lieber. Und sie legen die menschlichen Worte nicht auf die Goldwaage.

Quelle: Gudrun Beckmann in: Der Hunde-Knigge


An sich ist nichts weder gut noch böse,
das Denken macht es erst dazu.

Shakespeare


Statt Süßigkeiten: Gesundes für den Hund.

Naschen gehört zur Weihnachtszeit wie Tannenduft und Kerzenschein. Für viele Tierfreunde ist ganz klar, dass auch die bellenden Familienmitglieder in diesen Wochen nicht zu kurz kommen sollen. „Mit Süßigkeiten für Menschen tut man dem Hund allerdings nichts Gutes“, warnt Steffen Beuys vom Deutschen Tierschutzbund. Eine Freude macht man ihnen vielmehr mit tiergerechten Leckereien.

„Süßes zerstört die Zähne, führt schnell zu Übergewicht und fördert Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes“, so Beuys. Viel Risiko für wenig Genuss: Hunde schlucken den kalorienreichen Leckerbissen mit einem Happs weg.

Stattdessen können Tierhalter ihre Lieblinge mit Snacks aus dem Zoofachhandel verwöhnen: Mit Fisch- oder Fleischgeschmack, mit Vitaminen, bei Bedarf mit Wirkung gegen Zahnbelag. Hunde freuen sich auch über Kauknochen oder getrocknete Rinderohren.

Noch mehr Spaß macht den Vierbeinern die Nascherei, wenn sie mit einem Spiel verbunden ist: So mancher Hund liebt es, seine Überraschung selbst aus dem Papier (Achtung kein Stanniol!) zu schälen. Und warum nicht daraus ein Suchspiel machen?

Bei alldem sollten Hundehalter nicht vergessen, die Extra-Leckerchen auf die Tagesfuttermenge anzurechnen. Wäre doch schade, wenn es am Ende auf der Waage dicke kommt.

Quelle: IVH


Gegenseitiges Vertrauen,
ist wichtiger als gegenseitiges Verstehen.

Marie von Ebner-Eschenbach


Den Hautkrebs erschnüffeln – Immer der Nase nach: Speziell trainierte Hunde können manche Krebsarten am Geruch erkennen.

Möglicherweise lässt sich Hautkrebs in Zukunft mit einem Geruchstest diagnostizieren. Forscher des Monell Chemical Senses Center in Philadelphia (USA) haben festgestellt, dass sich ein Basalzellkarzinom – der häufigste bösartige Tumor der Haut – schon am Geruch erkennen lässt, bevor die Krankheit sichtbar wird.

Den Wissenschaftlern fiel auf, dass die Haut von Gesunden und Menschen mit Hautkrebs zwar die gleichen chemischen Stoffe absondert, jedoch in verschiedener Menge. Ihr Duftprofil unterscheidet sich daher deutlich. Ein medizinischer Geruchstest für Hautkrebs hätte den Vorteil, schmerzfrei zu sein, da nicht wie bislang mittels einer Biopsie Gewebeproben entnommen werden müssten.

Quelle: Apotheken-Umschau


Das Glück des Lebens besteht nicht sowohl darin,
wenige oder keine Schwierigkeiten zu haben,
sondern sie alle siegreich und glorreich zu überwinden.

Carl Hilty


Fit mit Hund: der Vierbeiner als Immuntrainer

Hunde sind wahre Immuntrainer für ihre Menschen und das ist gerade im Herbst und Winter wichtig, denn: Regen, Wind und Schmuddelkälte eignen sich besonders gut dafür, sich eine ausgewachsene Erkältung einzufangen. Wer allerdings regelmäßig auch bei feuchtem und kaltem Wetter spazieren geht, stärkt seine eigene Gesundheit und auch die des Hundes.

„Regelmäßige körperliche Aktivität belebt das Herz-Kreislauf-System und führt bei Mensch und Hund zur Gewichtsreduktion. Das Immunsystem wird gestärkt, da Umweltreize wie Regen, Wind, Sonne und Temperaturschwankungen das Abwehrsystem des Körpers stimulieren“, so Gregor Ortlieb, Leiter einer Tierärztlichen Praxis für Verhaltensberatung in Leonberg. Und damit der Alltag nicht langweilig wird, gibt es für den Spaziergang an der Leine Abwechslung: „Balancieren und Sitzmachen auf Baumstämmen sind auch an der Leine möglich. Wichtig dabei ist, dass der Hund nicht überfordert wird und Spaß dabei hat. Viele Hundebesitzer sind erstaunt, wie kreativ und leistungsbereit ihr Hund plötzlich ist, wenn er stressfrei Spaß und Freude zusammen mit seinen Menschen erleben kann“, so Ortlieb weiter.

Damit der tägliche Ausflug mit dem Hund nicht zur lästigen Pflichtübung wird, hat der Hundeexperte Anton Fichtlmeier sogar einen ganzen Ratgaber zum abwechslungsreichen und richtigen Gassigehen geschrieben.

„Nutzt man die Leine auch als Kommunikationshilfe und zur Signalübermittlung, gibt es einiges, um den Leinen-Spaziergang interessant zu machen. Indem Herrchen die Schrittgeschwindigkeit von langsam zu schnell zu langsam wechselt, wird der Hund motiviert, aufmerksam und freudig nebenher zu laufen. Lässt man z.B. einen Handschuh fallen, kann man ihn nach einigen Minuten gemeinsam mit dem Hund suchen gehen“, verrät Fichtlmeier Tricks, damit der vierbeinige Immuntrainer nicht nur Bewegung, sondern auch spannende Unterhaltung erfährt.

Quelle: IVH


Den Charakter eines Menschen erkennt man erst dann,
wenn er Vorgesetzter geworden ist.

Erich Maria Remarque


Argumentieren unter Stress
Wie man unfaire Angriffe erfolgreich abwehrt

Beim Durchforsten meiner Bücherschränke ist mir diese Literatur wieder in die Finger gefallen. Albert Thiele beschreibt auf sehr anschauliche Art und Weise „unser tägliches Leben“.

„Unfaire Angriffe haben in wirtschaftlich angespannten Zeiten Konjunktur. Wenn die Spielräume enger werden, führt das häufig zu unsachlichen und aggressiven Auseinandersetzungen. Dazu gehören persönliche Angriffe, Dominanzgebärden und Killerphrasen genauso wie Polemik, Schwarze-Peter-Spiele und Drohungen.

„Argumentieren unter Stress“ sensibilisiert für subtile Machtspiele, einschließlich sogenannter „Dirty Tricks“ und zeigt Ihnen Erfolg versprechende Reaktionsmöglichkeiten. Sie erfahren, wie Sie offene und verdeckte unsachliche Spielarten früh erkennen, geschickt abwehren und gleichzeitig den Dialog aufrechterhalten. Denn schließlich sind professionelle Dialektik, Schlagfertigkeit und Stress-Resistenz wichtige Voraussetzungen, um eigene Interessen und Karriereziele zu verwirklichen.“

Thiele ist Trainer und Coach für Führungskräfte aller Ebenen und Funktionsbereiche. Er gilt als einer der besten Präsentations- und Dialektiktrainer Deutschlands. Zusammen mit dem Journalisten Ulrich Kienzle schult er seit Jahren die Top-Vorstandsebene und Konzernsprecher deutscher Unternehmen in Stress-Situationen.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Buch im FAZ-Institut, Albert Thiele, ISBN 3-89981-017-1


Was der Sonnenschein für die Blumen ist,
das sind lachende Gesichter für die Menschen.

Joseph Addison


Reisen mit Tieren rechtzeitig planen!
Auch Hunde brauchen einen Ausweis

Wenn Hunde mit in den Urlaub fahren sollen, müssen sich Tierhalter rechtzeitig über die Reisebestimmungen informieren. Denn wer die gesetzlichen Regelungen nicht beachtet, muss mit Problemen an der Grenze – spätestens bei der Rückreise nach Deutschland – rechnen.

Weitgehend einheitliche Bestimmungen gelten bei Reisen innerhalb der Europäischen Union. Für Hunde muss ein vom Tierarzt ausgestellter EU-Heimtierausweis mitgeführt werden, in dem die gültige Impfung gegen Tollwut sowie die erforderliche Kennzeichnung mit einem Mikrochip oder einer Tätowierung eingetragen worden sind.

Bei Reisen nach Irland, Malta, Schweden und in das Vereinigte Königreich sind weitergehende Anforderungen zu erfüllen, wie der Nachweis des Tollwutimpfschutzes in einem Bluttest und eine Behandlung gegen Bandwürmer und je nach Urlaubsziel auch gegen Zecken.

Geht die Reise über die EU-Grenzen hinaus, gelten die Vorschriften des jeweiligen Landes. Bei der Rückreise nach Deutschland aus diesen Ländern ist jedoch zu beachten, dass es zwei Kategorien von Drittländern gibt. Länder, in denen die Tollwutsituation vergleichbar gut ist, werden den Mitgliedsstaaten gleich gestellt. Für die Rückreise sind die gleichen Bedingungen zu erfüllen wie bei Reisen innerhalb der EU. Diese Länder sind in einer Liste aufgeführt.

Für Länder mit einem schlechteren oder unbekannten Tollwutstatus gelten zusätzliche Anforderungen. Urlauber, die ihr Tier in eines dieser „nicht gelisteten“ Länder mitnehmen, müssen bei der Rückreise einen Bluttest nachweisen können, der den ausreichenden Tollwutimpfschutz anhand des Antikörperspiegels feststellt. Dieser Test sollte unbedingt rechtzeitig vor der Reise noch in Deutschland durchgeführt werden. Nur dann entfällt eine dreimonatige Wartezeit vor der Wiedereinreise. Zu diesen Ländern gehören auch beliebte Reiseziele wie die Türkei, Marokko, Tunesien oder Ägypten. Natürlich gelten diese Bedingungen auch für Tiere, die aus einem Drittland nach Deutschland mitgebracht werden.

Tierhalter sollten sich in jedem Fall einige Wochen vor der Reise bei ihrer Tierärztin oder ihrem Tierarzt über die Reisebestimmungen informieren.

Quelle: Presseinfo: Bundestierärztekammer, Bonn, 6/08, Mai 2008


Es sind nicht die großen Erfolge, die viel zählen.
Es kommt vielmehr darauf an, aus den kleinen viel zu machen.

Anonym


Kermit grüßt aus Estland,

seiner neuen Heimat, und fühlt sich dort bei Dina und Rein Lepik sehr wohl.


Wir haben gelernt, wie Vögel zu fliegen,
wie Fische zu schwimmen,
doch wir haben die einfachste Kunst verlernt
wie Brüder zu leben.

Martin Luther King


Kostenloses Haustierregister: Hilfe bei vermissten Tieren

Leider kann es trotz aller Sorgfalt immer wieder passieren: Der Hund hat sich verlaufen. „Natürlich ist es wichtig, sofort nach dem vermissten Tier zu suchen“ sagt Steffen Beuys vom Deutschen Tierschutzbund. Also werden Nachbarn befragt, in Kellerräumen und Garagen gesucht, Suchzettel aufgehängt, beim Tierarzt ein Aushang gemacht und bei der Polizei und im örtlichen Tierheim nachgefragt.

Manchmal hilft das leider alles nichts, weil die Tiere bereits längere Strecken zurückgelegt haben oder eventuell unfreiwillig in einem fremden Auto mitgefahren sind.

Beuys: „Wir empfehlen Tierhaltern deshalb vorzubeugen und ihr Tier kostenlos im Deutschen Haustierregister registrieren zu lassen.“ Dazu muss lediglich ein Formular ausgefüllt und unterschrieben werden. Voraussetzung ist eine unverwechselbare Kennzeichnung des Tieres: Beim Hund empfiehlt sich die Kennzeichnung per Mikrochip, wie sie spätestens ab 2011 auch für den EU-Heimtierausweis verbindlich ist.

„Mit der Registrierung bekommt der Hundebesitzer zudem eine Plakette, die er am Halsband des Tieres anbringen kann. Auf ihr ist die zentrale Rufnummer des Haustierregisters vermerkt. Der Finder weiß dann sofort, wohin er sich wenden muss, so dass für die Suche oft weniger Zeit verloren geht“, so Beuys weiter.

Ob mit oder ohne Halsband: Der Besitzer eines „gechippten“ Tieres ist mit den entsprechenden Lesegeräten zweifelsfrei zu ermitteln. Damit bedeuten Kennzeichnung und Registrierung auch einen Schutz vor Diebstahl.

Weitere Infos: Deutscher Tierschutzbund e.V., Haustierregister, Baumschulallee 15, 53115 Bonn, Tel.: 01805-231414 oder www.deutsches-haustierregister.de. Quelle: IVH


Antworten stehen am Ende,
nicht am Anfang unseres Weges.

Ida Friederike Görres


Tierärzte warnen: Selbstbehandlung von Haustieren kann tödlich enden

Fieber, Schnupfen oder allgemeines Unwohlsein – gegen die meisten eigenen Wehwehchen hat der Mensch ein Mittel zu Hause. Und wenn das Haustier kränkelt, meint so mancher Tierhalter: „Was für mich gut ist, kann für das Tier nicht schlecht sein.“ Doch Vorsicht: Die Selbstbehandlung auch mit scheinbar harmlosen Heilmitteln kann ohne tierärztliche Kontrolle für die vierbeinigen Hausgenossen böse enden.

Denn mehr als nur erhebliche Dosierungsunterschiede zwischen Mensch und Tier sind bei Arzneimittelgaben zu beachten. Der Stoffwechsel der Haustiere unterscheidet sich von dem des Menschen. Oftmals fehlen wichtige Enzyme, dem tierischen Organismus gelingt es nicht oder nur sehr langsam, bestimmte Wirkstoffe abzubauen und über die Nieren und den Urin auszuscheiden. Auch Substanzen wie Paracetamol oder Acetylsalicylsäure, die in vielen schmerzstillenden und fiebersenkenden Mitteln enthalten sind, können bei Tieren zu lebensbedrohenden Vergiftungen führen.

Jedoch nicht allein der Griff ins eigene Medikamentenschränkchen ist unter Umständen für die Vierbeiner gefährlich. Bei den verschiedenen Tierarten bestehen gleichfalls große Unterschiede im Hinblick auf die Verträglichkeit einiger Substanzen. So kann selbst die äußere Anwendung von für Hunde entwickelten Floh- und Zeckenmitteln für Katzen zur Gefahr werden, Grund ist hier ein fehlendes Enzym. Deshalb sind Tierarzneimittel immer nur für bestimmte Tierarten zugelassen und entsprechend gekennzeichnet.

Selbst Hausmittelchen oder Naturprodukte sollten von Tierhaltern mit Vorsicht angewendet werden. Die Anwendung von teebaumhaltigen Pflegeprodukten gegen Parasiten beispielsweise kann bei Katzen zu Vergiftungserscheinungen führen. Und ein weit verbreiteter Mythos, aber vollkommen nutzlos ist die Fütterung von Knoblauch oder Zwiebeln gegen Wurmbefall bei Hund und Katze. Versehentliches Überdosieren kann stattdessen eine Blutarmut auslösen, denn Schwefelverbindungen in den Pflanzen lassen die Blutkörperchen platzen.

Die Bundestierärztekammer rät Tierhaltern, bei frei verkäuflichen Tierarzneimitteln und anderen auf dem Markt befindlichen Produkten stets darauf zu achten, dass sie für die jeweilige Tierarzt geeignet sind. Im Zweifelsfall berät gerne die Tierärztin oder der Tierarzt. Quelle: BTK Nr. 4/08


Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Menschen zusammen und lasse sie Holz schlagen,
sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach der endlosen Weite des Meeres.

Antoine de Saint-Exupèry


Mit Fell und Pfoten gegen Burnout

Permanente Erschöpfung, Mutlosigkeit, Schlafstörungen und Depressionen: Immer mehr Menschen leiden unter dem sogenannten Burnout-Syndrom. Wohl dem, der einen kleinen Therapeuten auf vier Pfoten zu Hause hat. Denn Heimtiere können präventiv gegen das Burnout-Syndrom wirken.

Der tägliche Kampf im Büro gegen die Zeit lässt viele Menschen die Bedürfnisse ihres Körpers ignorieren. „Die wachsenden Ansprüche, denen sich Arbeitnehmer ausgesetzt sehen, gepaart mit der Angst um den Arbeitsplatz, erzeugen dauernden unterschwelligen Stress, der wiederum dazu führt, dass erste Warnsignale oft übersehen oder nicht ernst genommen werden“, sagt hierzu die Diplom-Psychologin Felicitas Heyne, die in ihrer Praxis in Herxheim mit „tierischen“ Co-Therapeuten arbeitet.

Egal ob Hund oder Katze – Tiere wirken ausgleichend. Die Ruhe der Katze auf dem Sofa steckt an und der Hund möchte gestreichelt werden. „Sich mit seinem Haustier zu beschäftigen, hat messbare Stress reduzierende Wirkung“, so die Burnout-Expertin Felicitas Heyne: „Man entspannt sich dabei, und es lässt sich sogar nachweisen, dass der Herzschlag langsamer wird, während man ein Tier streichelt. Statistisch betrachtet zeigt sich, dass Tierbesitzer einen niedrigeren Blutdruck und Cholesterinspiegel aufweisen und seltener depressiv werden als Menschen ohne Tier“.

Wer einen Hund im Haus hat, muss bei Wind und Wetter vor die Tür – das ist gut für die Gesundheit und lockt auch Stubenhocker nach draußen. Ein kleiner Plausch mit anderen Hundebesitzern ist stets eine willkommene Abwechslung und die Vierbeiner sorgen immer für guten Gesprächsstoff.

Ein Haustier ist auch ein Ansprechpartner, dem man erzählt, was einen bewegt und bei dem man seine Geheimnisse in guten Pfoten weiß. Wer ein Haustier hat, hat einen treuen Freund. Ein Haustier gibt einem das Gefühl, bedingungslos geliebt und akzeptiert zu sein und das ist unbezahlbar. Quelle: IVH


Sich selbst zu kennen, ist die erste aller Wissenschaften.
antiker griechischer Philosoph


Unverhofft: Rehbock „Hansi“ zieht ein

Meine Eltern und ich bewohnten ein Haus mit großem Garten und viel Gegend drumherum im Überflutungsgebiet der Weser. Ende der 60er Jahre gab es im Frühling noch eine Sturmflut mit stark erhöhtem Wasserstand. Unser Haus stand – wie schon oft in den vorangegangenen Jahren – wie auf einer Hallig und überall nur Wasser soweit die Augen sehen konnten. Plötzlich entdeckte ich im Wasser ein hilflos dahin irrendes Reh, das kaum noch in der Lage war, sich über Wasser zu halten. Mein Vater kam zur Hilfe und rettete einen Rehbock aus dem Wasser. Hansi – so wurde er gleich getauft – ließ sich willenlos tragen und ins trockene und rettende Haus bringen. Unsere Kleinen Münsterländer schauten zwar etwas irritiert, als das nasse Etwas in unseren Stall einzog, tolerierten aber den Neuzugang. Hier erholte sich der Rehbock dann nach einigen Tagen.

Da die Wetteraussichten nicht unbedingt Besserung verkündeten, blieb Hansi vorerst bei uns und wurde wieder aufgepäppelt. Nach einigen Tagen machte er seinen ersten Ausflug durch den Stall und den angrenzenden Flur und hatte kaum Scheu vor uns Menschen.

Als die Wetterbedingungen so weit wieder normal waren, haben wir versucht, Hansi wieder in die Freiheit zu geben. Da hatten wir die Rechnung aber ohne den Rehbock gemacht. Er kehrte nach kurzer Zeit einfach wieder um und ging zurück in unseren Stall. So blieb Hansi einige Monate unser Hausgenosse.

Aber die Zeit des Abschiednehmens war bald gekommen. Hansi begann sein 1. Gehörn zu schieben und suchte überall Möglichkeiten, um den Bast abzustreifen. Auch sein Geschlechtstrieb wurde immer deutlicher. Durch Zufall interessierte sich ein Waldbesitzer aus Hessen für unseren Hansi. Der Mann hatte eine sehr große eingezäunte Waldanlage mit einer Ricke und suchte dringend einen Rehbock. So brachten wir Hansi im folgenden Sommer in die Nähe von Wetzlar. Dort sah er schon bald Vaterfreuden entgegen.